Lebenslauf schreiben – klar und ehrlich
Dein Lebenslauf zeigt auf einen Blick, was du kannst und was du schon gemacht hast. Tabellarisch, Neuestes zuerst, höchstens zwei Seiten – so geht’s.
Was in deinen Lebenslauf gehört
Persönliche Daten
Name, Adresse, Telefon, E‑Mail. Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit und Foto sind freiwillig.
Ausbildung & Schule
Aktuelle Ausbildung mit Beruf, Ort und Zeitraum („09/2025 – heute“), darunter dein Schulabschluss. Das Neueste steht immer oben.
Praxiserfahrung
Praktika, Nebenjobs, Ehrenamt, Projekte – jeweils mit zwei, drei Stichpunkten, was du dort gemacht hast.
Kenntnisse
Programme, Maschinen, Führerschein, Sprachen mit Niveau (z. B. „Englisch – Grundkenntnisse“).
Interessen
Optional und kurz – gut, wenn sie zur Stelle passen oder etwas über dich zeigen.
Ort, Datum, Unterschrift
Beim Ausdruck üblich, in der PDF optional. Eine eingescannte Unterschrift wirkt sorgfältig.
Lebenslauf in fünf Schritten
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Daten sammeln
Schreib alle Stationen mit Monat und Jahr auf: Schulen, Ausbildung, Praktika, Jobs, Kurse.
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Vorlage wählen
Eine schlichte Vorlage mit klaren Überschriften. Eine gut lesbare Schrift in 10–12 Punkt, keine bunten Spielereien.
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Rückwärts sortieren
In jedem Abschnitt steht das Aktuellste oben. So sehen Betriebe sofort, wo du gerade stehst.
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Auf die Stelle zuschneiden
Hebe hervor, was zur Stelle passt – für ein Büropraktikum deine Office-Kenntnisse, für die Werkstatt deine Erfahrung mit Werkzeugen.
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Prüfen lassen
Rechtschreibung, Daten und Telefonnummer kontrollieren lassen. Als PDF speichern, z. B. „Lebenslauf_Lena_Muster.pdf“.
So kann dein Lebenslauf aussehen
Lena Muster · Musterstraße 5 · 69151 Neckargemünd · 0151 2345678 · lena.muster@mail.de
Ausbildung
09/2024 – heute Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement, Berufsbildungswerk Neckargemünd
Schwerpunkte: Auftragsbearbeitung, Kundenkommunikation, Tabellenkalkulation
Praxiserfahrung
03/2025 – 04/2025 Praktikum im Büro, Malerbetrieb Schmitt, Heidelberg
Terminplanung, Angebote schreiben, Ablage
Schulbildung
2018 – 2024 Gemeinschaftsschule Musterstadt, Hauptschulabschluss
Kenntnisse
EDV: Word, Excel, Outlook (gut) · Sprachen: Deutsch (Muttersprache), Englisch (Grundkenntnisse) · Führerschein Klasse B
Interessen
Handball im Verein, Fotografie
Neckargemünd, 2. Februar 2026
Lücken im Lebenslauf – kein Grund zur Panik
Krankheit, Orientierung, Familie, ein abgebrochener Weg: Fast jeder Lebenslauf hat Lücken. Wichtig ist, sie kurz und ehrlich zu benennen, z. B. „Berufliche Orientierung“, „Krankheitsbedingte Pause“ oder „Familienzeit“. Details musst du nicht nennen.
Zeig lieber, was danach kam: Wenn du jetzt im Berufsbildungswerk eine Ausbildung machst oder eine Umschulung begonnen hast, ist das ein starkes Signal. Mehr dazu im Ratgeber Bewerben in Umschulung und Reha.
Häufige Fragen: Lebenslauf schreiben
Muss ein Foto in den Lebenslauf?
Nein. In Deutschland ist ein Bewerbungsfoto freiwillig, kein Betrieb darf es verlangen. Wenn du eins nutzt, dann ein aktuelles, freundliches Foto vor neutralem Hintergrund – kein Selfie.
Wie lang darf mein Lebenslauf sein?
Eine Seite ist für Schüler:innen und Auszubildende ideal, zwei Seiten sind das Maximum.
Gehören Hobbys in den Lebenslauf?
Nur, wenn sie etwas über dich erzählen oder zur Stelle passen – etwa Vereinssport (Teamarbeit), Gaming-Club (Technik) oder Ehrenamt (Verantwortung).
Muss ich meine Behinderung oder Krankheit im Lebenslauf angeben?
Nein. Ob du eine Behinderung oder Erkrankung erwähnst, entscheidest du selbst. Mehr dazu im Ratgeber „Bewerben mit Behinderung“.
Soll ich das Berufsbildungswerk im Lebenslauf nennen?
Ja, ganz normal mit Beruf, Ort und Zeitraum – z. B. „Ausbildung zur Fachpraktikerin für Büromanagement, Berufsbildungswerk, 09/2024 – heute“. Viele Betriebe kennen und schätzen die Ausbildung im BBW.